Das Fotoarchiv Mittelmann in Leipzig

Ein deutschlandweit einzigartiger Schatz der Fotogeschichte: das Fotoarchiv Mittelmann aus Leipzig. Über 2.000 Glasnegative des jüdischen Fotografen Abram Mittelmann, der von 1909 bis 1938 am Peterssteinweg 15 lebte und arbeitete, wurden 1988 zufällig wiederentdeckt. Die Aufnahmen zeigen Gesichter jüdischer und nicht-jüdischer Leipzigerinnen und Leipziger um 1930 — viele davon bis heute unbekannt.

Aktuelles

Das Bild zeigt den jüngsten Sohn, genannt „Siggi“, geboren 1917. 
Die ältesten Glasplatten im Fotoarchiv sind häufig Bilder der Mittelmann-Kinder.

Momentaufnahme

Sonderausstellung ab 3. Juni 2026 erstmals im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig

Wer waren Abram Mittelmann und seine Familie — und wer die Menschen, die sich in seinem Atelier fotografieren ließen? Die Ausstellung erzählt die Geschichte jüdischen Lebens in Leipzig zwischen 1909 und 1938.

zur Ausstellung
Frontalporträt einer älteren Frau in dunkler Bluse mit Schürze

Wer sind die Gesichter?

2.000 Glasplatten im Online-Fotoarchiv warten auf Ihre Suche

Über 2.200 Aufnahmen aus dem Fotoarchiv Mittelmann sind digital recherchierbar — viele bis heute nicht identifiziert. Helfen Sie mit, den Menschen auf den Fotografien ihre Geschichte zurückzugeben.

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Programm

Donnerstag 20.8. 16:00

Kinder, Ärzte, Kaufleute. Jüdische Unternehmer und Familien

Gespräch mit Historikerin Dr. Andrea Lorz

Kosten Eintritt und Programm kostenfrei
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Samstag 22.8. 15:00

Augenblicke. Leben und Werk des Fotografen Abram Mittelmann

Öffentliche Führung

Wer waren Abram Mittelmann und seine Familie, wer die Menschen, die sich in seinem Atelier fotografieren ließen? Wodurch zeichnete sich Mittelmanns Arbeit aus? Wie lebten jüdische Menschen in Leipzig zwischen 1900 und 1938? Und wie geht das Museum mit den mehr als 2.000 Glasplatten um und bringt mit derartigen Objektfunden Licht ins Dunkel der Geschichte? Diesen Fragen geht der etwa einstündige Rundgang durch der Sonderausstellung nach.

Kosten 3 € zzgl. Eintritt
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Samstag 5.9. 11:00

Auf den Spuren des Fotoateliers Mittelmann am Peterssteinweg

Stadtteilrundgang

Zwischen heutigen Cafés, Universitätsbibliothek und der LVZ-Redaktion eröffnete Abram Mittelmann 1909 sein Fotoatelier. Schon vor 100 Jahren war der kleine Stadtraum im südlichen Zentrum Leipzigs ein attraktives Geschäftsquartier. Laufkundschaft, Nachbarn und Hochzeitspaare ließen sich bei Mittelmann porträtieren – auch bekennende Nationalsozialisten standen stolz vor seiner Kamera. Der Rundgang eröffnet Einblicke in die Geschichte des Viertels und erzählt von der Überlieferung der Fotos bis in unsere Zeit. Erkunden Sie diese Orte gemeinsam mit dem Historiker Achim Beier (AG STOLPERSTEINE).

Kosten 7€
Adresse

Treff: Peterssteinweg 15
04107 Leipzig

Mehr Infos Das Ticket berechtigt zum Besuch der Ausstellung.
Sonntag 6.9. 14:00

Auf den Spuren des Fotoateliers Mittelmann am Peterssteinweg

Stadtteilrundgang

Zwischen heutigen Cafés, Universitätsbibliothek und der LVZ-Redaktion eröffnete Abram Mittelmann 1909 sein Fotoatelier. Schon vor 100 Jahren war der kleine Stadtraum im südlichen Zentrum Leipzigs ein attraktives Geschäftsquartier. Laufkundschaft, Nachbarn und Hochzeitspaare ließen sich bei Mittelmann porträtieren – auch bekennende Nationalsozialisten standen stolz vor seiner Kamera. Der Rundgang eröffnet Einblicke in die Geschichte des Viertels und erzählt von der Überlieferung der Fotos bis in unsere Zeit. Erkunden Sie diese Orte gemeinsam mit dem Historiker Achim Beier (AG STOLPERSTEINE).

Kosten 7€
Adresse

Treff: Peterssteinweg 15
04107 Leipzig

Mehr Infos Das Ticket berechtigt zum Besuch der Ausstellung.
Donnerstag 17.9. 14:00

Migration und Projektion. Jüdische Familien aus Osteuropa in Deutschland und Leipzig 1880–1938

Gespräch mit Historiker Dr. des. Stefan Hofmann

Kosten Eintritt und Programm kostenfrei
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Samstag 26.9. 15:00

Augenblicke. Leben und Werk des Fotografen Abram Mittelmann

Öffentliche Führung

Wer waren Abram Mittelmann und seine Familie, wer die Menschen, die sich in seinem Atelier fotografieren ließen? Wodurch zeichnete sich Mittelmanns Arbeit aus? Wie lebten jüdische Menschen in Leipzig zwischen 1900 und 1938? Und wie geht das Museum mit den mehr als 2.000 Glasplatten um und bringt mit derartigen Objektfunden Licht ins Dunkel der Geschichte? Diesen Fragen geht der etwa einstündige Rundgang durch der Sonderausstellung nach.

Kosten 3 € zzgl. Eintritt
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Sonntag 4.10. 11:00

Auf den Spuren des Fotoateliers Mittelmann am Peterssteinweg

Stadtteilrundgang

Zwischen heutigen Cafés, Universitätsbibliothek und der LVZ-Redaktion eröffnete Abram Mittelmann 1909 sein Fotoatelier. Schon vor 100 Jahren war der kleine Stadtraum im südlichen Zentrum Leipzigs ein attraktives Geschäftsquartier. Laufkundschaft, Nachbarn und Hochzeitspaare ließen sich bei Mittelmann porträtieren – auch bekennende Nationalsozialisten standen stolz vor seiner Kamera. Der Rundgang eröffnet Einblicke in die Geschichte des Viertels und erzählt von der Überlieferung der Fotos bis in unsere Zeit. Erkunden Sie diese Orte gemeinsam mit dem Historiker Achim Beier (AG STOLPERSTEINE).

Kosten 7€
Adresse

Treff: Peterssteinweg 15
04107 Leipzig

Mehr Infos Das Ticket berechtigt zum Besuch der Ausstellung.
Samstag 24.10. 15:00

Augenblicke. Leben und Werk des Fotografen Abram Mittelmann

Öffentliche Führung

Wer waren Abram Mittelmann und seine Familie, wer die Menschen, die sich in seinem Atelier fotografieren ließen? Wodurch zeichnete sich Mittelmanns Arbeit aus? Wie lebten jüdische Menschen in Leipzig zwischen 1900 und 1938? Und wie geht das Museum mit den mehr als 2.000 Glasplatten um und bringt mit derartigen Objektfunden Licht ins Dunkel der Geschichte? Diesen Fragen geht der etwa einstündige Rundgang durch der Sonderausstellung nach.

Kosten 3 € zzgl. Eintritt
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Donnerstag 29.10. 18:00

Zwischen Erinnern und Gedenken

Lesung und Gespräch mit Susanne Siegert

Wie können sich nachfolgende Generationen mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der Shoah auseinandersetzen? Wie gedenken wir den Opfern und erzählen ihre Geschichte? Wie thematisieren wir Täterschaft? In ihrem Buch »Gedenken neu Denken« befasst sich die Journalistin und Autorin Susanne Siegert kritisch mit diesen Fragestellungen. Mit ihrer Arbeit auf Social Media findet sie neue Wege – und ein breites Publikum. Anhand ihres Buches und der Ausstellung kommen wir darüber ins Gespräch, wie die Auseinandersetzung mit der Geschichte angemessen gestaltet werden kann – im Museum, im Internet, in der Gesellschaft.

Kosten Eintritt frei
Adresse

Alte Börse Leipzig
Naschmarkt 1
04109 Leipzig

Mehr Infos ohne Voranmeldung
Freitag 6.11. 10:00

Jüdisches Leipzig. Neue Forschungen zur Stadtgeschichte

Tagung zum Tag der Stadtgeschichte Leipzig

Kosten Eintritt frei
Adresse

Alte Börse Leipzig
Naschmarkt 1
04109 Leipzig

Mehr Infos 10 – 17 Uhr
Dienstag 10.11. 18:00

Eugen Mittelmann und das moderne Handwerk der Fotografie – Porträts im Edeldruck, werbende Fotocollagen und Passbilder für Auswandernde

Vortrag von Autor, Künstler und Fotograf Prof. Dr. Rolf Sachsse

Abram und Eugen Mittelmann verkörpern in Leipzig während der 1920er und 1930er Jahre das klassische Dilemma eines gestalterischen Handwerks in einem modernen Medium: einerseits im Streben nach zeitgenössischen Bildformen mit ästhetischem Anspruch, andererseits in der Erfüllung sachlicher und ökonomischer Zwänge eines durchaus streng regulierten Berufs. Gerade für Abrams Sohn Eugen Mittelmann ist der Widerspruch zwischen einer Gestaltung des Neuen Sehens und überkommenen Stereotypen des Atelier-Porträts nicht einfach auszuhalten. Die Situation verschlimmert sich ab 1933, als das jüdische Unternehmen in jeder Hinsicht drangsaliert wird, bis zur Emigration von Eugen Mittelmann und seiner Familie.

Der Vortrag wird den Entwicklungen bei Vater und Sohn Mittelmann selbst, aber auch im näheren und weiteren Umfeld der Fotografie-Szene jener Jahre an einzelnen Beispielen entlang bis in manche Verästelung nachgehen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Drangsalierung, Verfolgung und Exilierung eines jüdischen Handwerksbetriebs gelegt.

Kosten 3€
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Donnerstag 19.11. 16:00

Jüdische Wohngeschichten – Eine digitale Spurensuche

Von seinen Forschungen berichtet Soziologe Michael W. Schönemann

Kosten Eintritt und Programm kostenfrei
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Samstag 21.11. 15:00

Augenblicke. Leben und Werk des Fotografen Abram Mittelmann

Öffentliche Führung

Wer waren Abram Mittelmann und seine Familie, wer die Menschen, die sich in seinem Atelier fotografieren ließen? Wodurch zeichnete sich Mittelmanns Arbeit aus? Wie lebten jüdische Menschen in Leipzig zwischen 1900 und 1938? Und wie geht das Museum mit den mehr als 2.000 Glasplatten um und bringt mit derartigen Objektfunden Licht ins Dunkel der Geschichte? Diesen Fragen geht der etwa einstündige Rundgang durch der Sonderausstellung nach.

Kosten 3 € zzgl. Eintritt
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Donnerstag 26.11. 18:00

Künstler im Porträt: Leipziger Bühnen der 1920er Jahre

Vortrag von Musikwissenschaftlerin Dr. Allmuth Behrendt

Kosten 3 €
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Donnerstag 14.1. 18:00

Antisemitismus damals & heute

Podiumsgespräch mit Dr. des. Stefan Hofmann (Historiker und Theaterwissenschaftler, Leipzig), Dr. Johannes Kiess (Universität Leipzig / Else Frenkel Brunswik Institut) und Esther Kaack (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig), moderiert von Dr. Nora Pester (Verlag Hentrich und Hentrich)

Ein Begriff, verschiedene Definitionen und Erscheinungsformen: Was ist Antisemitismus? Was machte ihn in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus aus? Wie zeigte er sich in der Gesellschaft, in Medien, im Umgang mit der jüdischen Bevölkerung? Welche Kontinuitäten und Unterschiede gibt es zum heutigen Antisemitismus? Das Podium nähert sich diesem Thema aus wissenschaftlicher Perspektive, versucht aber dennoch einen Zugang für alle Interessierten zu schaffen – auch abseits von akademischem Vorwissen.

Kosten Kostenfreier Eintritt
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Donnerstag 21.1. 16:00

Das letzte Bild. Fotos zur Verfolgung und Deportation jüdischer Menschen aus Leipzig

Gespräch mit Achim Beier, AG Stolpersteine & Archiv Bürgerbewegung Leipzig

Kosten Eintritt und Programm kostenfrei
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Samstag 23.1. 15:00

Augenblicke. Leben und Werk des Fotografen Abram Mittelmann

Öffentliche Führung

Wer waren Abram Mittelmann und seine Familie, wer die Menschen, die sich in seinem Atelier fotografieren ließen? Wodurch zeichnete sich Mittelmanns Arbeit aus? Wie lebten jüdische Menschen in Leipzig zwischen 1900 und 1938? Und wie geht das Museum mit den mehr als 2.000 Glasplatten um und bringt mit derartigen Objektfunden Licht ins Dunkel der Geschichte? Diesen Fragen geht der etwa einstündige Rundgang durch der Sonderausstellung nach.

Kosten 3 € zzgl. Eintritt
Adresse

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig

Gesichter vor der Kamera

Diese feierlich gekleidete Familie ließ sich vermutlich spätestens Mitte der 1930er Jahre fotografieren. Das undatierte Foto ist sorgsam durchkomponiert: die Großeltern Arnold und Jenny Schlein links, die jüngere Generation dahinter oder rechts neben ihnen.

Arnold und Jenny Schlein

Diese feierlich gekleidete Familie ließ sich vermutlich spätestens Mitte der 1930er Jahre fotografieren.

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Dora und Daniel Horst Gotthelf

Auf dem Foto sind vermutlich Dora und Daniel Horst Gotthelf zu erkennen. Woher wissen wir das?

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Gertrud Rother

Auf dem Foto ist Gertrud Rother zu sehen.
Auf der Pergaminhülle des Glasnegatives steht aber „Fr. Bendorf“ geschrieben. Warum?

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Halina Schulsinger

Auf dem Foto ist Halina Schulsinger, geborene Neumann zu sehen. Woher wissen wir das?

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Marion Grodzinski

Marion Grodzinski wurde am 06.06.1925 in Leipzig in eine jüdische Familie geboren. Sie war die Tochter von Friedrich Grodizinski und Hedwig (geborene Grimm). Auch ihr Vater wurde 1888 in Leipzig geboren. Ihre ältere Schwester Ruth ist 1920 zur Welt gekommen.
Woher wissen wir das?

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Paul Heinrich Salomon Isenstein

Paul Heinrich Salomon Isenstein wurde am 18.08.1881 als einer von vier Söhnen des jüdischen Teppichgroßhändlers Gustav Isenstein und seiner Frau Franziska in Hannover geboren.

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Auf dem Foto sind links Rosel Herschkowitz und rechts Lena Krell zu sehen. Die beiden jüdischen Frauen waren Kolleginnen und Freundinnen.

Rosel Herschkowitz und Lena Krell

Auf dem Foto sind links Rosel Herschkowitz und rechts Lena Krell zu sehen. Die beiden jüdischen Frauen waren Kolleginnen und Freundinnen.
Woher wissen wir das?

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