Eva Dodeles

Eva Dodeles und viele ihrer Familienmitglieder wurden ermordet, sodass ihre Namen im Gedenkbuch Leipziger Opfer der Shoah von Ellen Bertram hinterlegt sind. Im Archiv der Gedenkstätte Yad Vashem finden sich Dokumente zu ihrem Lebensweg. Nachkommen schrieben dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig aus Israel.

Eva Dodeles

Lfd Nr.: AM00001313

Das Foto zeigt Eva Dodeles bei ihrer Einschulung, vermutlich im Jahre 1933 mit 6 Jahren. In diesem Jahr übernahmen die Nationalsozialisten die Macht und antijüdische Gesetze, Diskriminierung und Verfolgung verschärften sich.

Das Foto zeigt Eva Dodeles bei ihrer Einschulung, vermutlich im Jahre 1933 mit 6 Jahren.

Ihre jüdischen Eltern waren Naftule Dodeles (geboren 1890 in Leipzig) und Dora Deborah Dodeles (geborene Aschkenasy). Ihre Mutter war Inhaberin eines Rauchwarengeschäftes und wurde im polnischen Brody geboren. Zur Familie gehörten außerdem die Kinder Hirsch Abraham (geboren 1922), Ruth (geboren 1924), Bella (geboren 1929) und Moses Raphael (geboren 1933). Sie wohnten in der Funkenburgstraße 16 im Leipziger Waldstraßenviertel.

Über das weitere Schicksal der Familie ist nichts genaueres bekannt. Nachgewiesen ist aber, dass Eva Dodeles mit ihren Geschwistern Bella und Moses Raphael und ihrer Mutter auf der Deportations- Liste vom 10. Mai 1942 für das Ghetto Bełźyce (Nähe Lublin) stand. Zu diesem Zeitpunkt war Eva Dodeles erst 15 Jahre alt. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kamen sie mit etwa 1.000 weiteren Jüdinnen und Juden aus Sachsen und Thüringen (davon 287 aus Leipzig und dem Umland) in das Ghetto im besetzten Polen.

Entweder wurden sie dort ermordet oder weiter in Vernichtungs- oder Arbeitslager deportiert.