Rosel (oder Rosa, 1914-2008) wurde in Budapest geboren und kam wohl mit ihren Eltern nach Leipzig. Ihr Vater Ludwig war Schneider und hatte ein Herrenmodegeschäft im Stadtzentrum, am Hallischen Tor 10. Die junge Frau floh 1939 in die Niederlande und überlebte dort die Verfolgung. Beide Frauen arbeiteten in Leipzig gemeinsam im von der jüdischen Familie Ury geführten Kleidungsgeschäft Woolworth in der Petersstraße.
Lena Krell (1911-1990) besuchte 1917 – 1927 die Carlebachschule. Ihre Mutter Feigel starb 1926. Lena arbeitete zunächst im Textilgeschäft „Zum kleinen Kaufhaus“ ihres Vaters in der Gerberstraße 7 mit, wo die Familie auch wohnte. Im Sommer 1933 musste sie diese Stelle wegen antisemitischer Repressionen gegen die Inhaber und jüdischen Angestellten aufgeben. Ihr Vater wurde 1938 nach Polen ausgewiesen und vermutlich während der deutschen Besatzung ermordet.
1933 emigrierte Lena Krell nach Paris und heiratete dort den Fotografen Eugen Leon Mittelmann. Ohne Arbeitserlaubnis lebten sie von kleinen Gelegenheitsarbeiten. Nach der deutschen Besetzung mussten sie sich bis zur Befreiung 1944 in Südfrankreich verstecken. In dieser Zeit wurden ihre Töchter geboren.